12
Apr
2008

Gedenken

*ich zünde eine Kerze an*

Heute wäre meine geliebte Omi 92 Jahre geworden.

Über die 1,60 m ist sie nie hinaus gekommen. Nicht zuletzt deswegen konnte sie nicht den Beruf erlernen, den sie gerne gelernt hätte. Aber sie war fleißig, ihr Leben lang. Das war in einer Zeit, als Frauen, die ihr eigenes Geld verdienten, noch etwas Anrüchiges hatten. Dabei war sie "standesgemäß" verheiratet. Nein, es wird Liebe gewesen sein, Opa, dem Offizier und Gentleman, ist sie ihr Leben lang treu geblieben. Er hat sie damit aufgezogen, dass sie ihr eigenes Geld verdienen wollte. "Du erlebst doch eh nie deine Pensionierung.", hat er gesagt. Er ist 1969 gestorben, viele Jahre bevor er in die Nähe seiner Pensionierung kam. Nach dem Krieg, der schon sie und die Kinder allein ließ, war sie nun wieder allein mit der Familie. Und sie war definitiv der Dreh- und Angelpunkt. Bei Omi haben sich alle getroffen, zu ihr konnten immer alle kommen.

Jetzt ist es schon fast zwei Jahre her, dass sie gegangen ist. Wir haben lange gewusst, dass sie auf geliehener Zeit lebt, aber es tat trotzdem weh und das tut es auch immer noch. Sie fehlt mir.

"Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen." (Albert Schweitzer)

The one and only

Manchmal möchte ich mich einfach nur einbuddeln und warten bis alle weg sind. Leider verschwinden die Leute nicht. Nein, ganz und gar nicht. Im Gegenteil, sie nerven nur noch mehr!

Hier ein paar Schlagworte der Woche:
"Mensch, hast du eine Laune!"
-Ja, hab ich, also lass mich zufrieden!
"Gehts dir nicht gut?"
-Doch bestens. Ich will einfach nur meine Ruhe.
"Hast du Probleme?"
-Ja, euch zum Beispiel.
"Nu sag schon, was ist los?"
-Lasst mich einfach in Ruhe, ihr versteht es eh nicht!

Bah...ich hasse es ja selber, wenn ich so drauf bin, aber diese Woche war einfach auch nur der Hass!

Da tut es gut, wenn einem zum Freitagabend ein Lächeln begegnet, eins was alle schwarzen Wolken vertreibt und die Sonne scheinen lässt.
Danke mein Sonnenschein!

8
Apr
2008

Spannung

Was wäre das Leben ohne ein bisschen Spannung? Kommt darauf an, um welche Art von Spannung es sich handelt, wie ich gestern feststellen musste.

EINEN Montagabend in 6 Wochen habe ich für mich allein, und selbst der ist nicht immer sicher. Montagabende sind zur Zeit wieder heilig. Gestern war Montag. Das Wetter war mies, Sturm, Regen, Schnee, Hagel, mehr Sturm. Da ahnte ich schon Schlimmes und dacht 'hoffentlich fällt der Strom nicht aus, bitte nicht heute Abend!'

Pünktlich 12:46 war es plötzlich sehr still ... da war die Spannung erstmal weg... ach nee, bitte nicht!

Ich warte eine Viertelstunde und rufe dann den internationalen Stromgiganten an. Nach den üblichen Diskussionen, ob ich denn wirklich sicher bin, dass es nicht nur eine rausgeflogene Sicherung ist, nimmt die freundliche Dame endlich meine Stromausfallanmeldung entgegen.
Eine Stunde später rufe ich ein weiteres Mal an, um zu hören, ob sie einen Fehler gefunden haben. Die angrenzende Bahnstrecke hat ebenfalls keinen Strom, die sind gewöhnlich unabhängig von unserer Leitung. Ich bin nervös, mein Montagabend rückt näher und damit die Spannung, welche Geschichte denn wohl auf mich wartet... Und was höre ich? Dass in meiner Gegend gar kein Stromausfall gemeldet sei! Toll. Ein weiteres Mal spreche ich mit einer dieser netten Damen, doch, der Stromausfall sei gemeldet, man sucht nach dem Fehler.

Ok, bleibe ich jetzt zu Hause, werde ich wahnsinnig. Also packe ich den Laptop ein und begebe mich doch nach draußen in das immer noch genauso unfreundliche Wetter um zur Bibliothek zu fahren. Dort gibt es Strom und Wasser und sogar was Warmes zu Essen....aber die Uhr tickt. Auf der Homepage des internationalen Stromgiganten werden die aktuelle Ausfälle angezeigt... nur nicht in meiner Gegend, nicht einmal irgendwo in diesem Teil des Landes! Hö? Ich rufe ein weiteres Mal an und spreche mit einer der netten Damen. Sie bedauert mir mitteilen zu müssen, dass ich zu Hause immer noch keinen Strom habe, aber der Fehler ist gefunden (ein Langholztransporter hat eine Leitung heruntergerissen...gut das erklärt, warum auch die Züge stillstehen) und die Arbeiten sollen kurz vor 19 Uhr beendet sein. Oh Gott, knapper ging wohl nicht??? Jetzt bin ich definitiv gespannt.

Um 18:30 bin ich wieder zu Hause, es ist dunkel und kalt. Also erstmal heizen. Die Spannung steigt.
Es wird 19 Uhr, 19:30, 20 Uhr...nix.
In der Zwischenzeit scheint der Stromausfall auch den Sendemasten des Handynetzes erreicht zu haben, ich bekomme keinen Empfang. Auf gut Glück werfe ich den Laptop an und siehe da, das Internet funktioniert (seltsam, weil es ist der gleiche UMTS-Anbieter, zu dem mein Handy keine Verbindung bekommt). Schön, dann kann ich wenigstens ein paar Freunden mein Leid klagen und sie können mir erzählen, was ich denn so verpasst hab. 2 Stunden sollte die Batterie ja reichen. Leider beschließt der Rechner nach einer halben Stunde, dass er keine Lust mehr hat, behauptet, der Akku sei alle und schaltet ab. Super! Genau das habe ich gebraucht!

Natürlich ist es auch spannend dem Wind zuzuhören, wie er um die Hausecken pfeift. Ein Kaminfeuer und Kerzen...sehr romantisch. Nur leider nicht die Abendunterhaltung, die ich mir vorgestellt hatte!

Meine bessere Hälfte bringt ein stromunabhängiges Telefon mit nach Hause (es hat seine Vorteile, wenn der Schwiegervater alles aufhebt ;-)). Jetzt können wir zumindest wieder nachfragen, was der internationale Stromgigant denn so tut. Man sucht den Fehler...bis 21 Uhr, bis 22:30, bis 23:30...na dann viel Vergnügen, ich hatte genug Spannung für einen Tag!

Seit 3:30 heute morgen haben wir wieder Spannung im Stromnetz. Aber ein Dienstagvormittag ist nunmal kein Montagabend, die Spannung hält sich also in Grenzen.

6
Apr
2008

Staffelstöckchen

Die ehrenwerte, hochwohlgeborene Gräfin hat mir, wo ich ja nun schon manchmal gern ein Hund wär, dieses nette kleine Stöckchen zugeworfen.

1. Setze einen Link zu der Person, die Dir das Stöckchen zugeworfen hat.
2. Erwähne die dazugehörigen Regeln in Deinem Blog.
3. Erzähle von Dir sechs unwichtige Dinge/Gewohnheiten/Macken.
4. Gib das Stöckchen am Ende Deiner Antworten an 6 Leute durch Verlinkung weiter.
5. Hinterlasse bei der jeder der gewählten Personen einen Kommentar in ihrem Blog/Website, wonach Sie “getagged” wurden.
  1. 1. Ich funktioniere nicht ohne Tee und Schokolade in meiner Nähe.

    2. Auf eine einsame Insel würde ich außer besagtem Tee und Schokolade, eine Gitarre, Schreibzeug und "die Liebste der Welt" mitnehmen.

    3. Ich habe schon seit fast 20 Jahren die gleiche Lieblingsserie... und wer da stört, dieser "Klappstuhl", kriegt "was auf die Maamelaaade".

    4. Es gibt, nach meiner bisherigen Erfahrung, nur 3 Menschen auf dieser Welt, die meinen Hals berühren können, ohne dass ich das Gefühl habe, schreind davon laufen zu müssen.

    5. In meinem Stiftetui ist immer eine Stimmgabel.

    6. Meine Lieblingsmusik erhält von der Allgemeinheit im Prinzip NIE das Prädikat "hipp"...vielleicht mag ich sie genau deswegen.
Ich werfe das Stöcken weiter, Auf ins neue Leben , quer durch Sternchens kleine Welt . Vielleicht landet es bei Nadine in Berlin oder wird Gefangen in Köln um am Ende in Sternenstaub zu verwehen und über die Liebste von Allen niederzurieseln :-)

4
Apr
2008

Freitagnacht

Es ist Freitag. Abend. Nacht. Für die Meisten, die ich kennen bedeutet das die Einstimmung aufs Wochenende. Kino. Vielleicht in den Pub oder auf eine kleine Party. Oder einfach nur in aller Gemütlichkeit zu Hause vor dem Fernseher einschlafen.

Schön, ich bin nun nicht wirklich so ein Partytier, aber gegen einen ruhigen Abend mit einem Glas Wein hätte ich mal wieder nichts einzuwenden.
Aber was mach ich? Ich sitz hier, auf Arbeit. Schon wieder. Nach einer Woche, die einen fröhlichen Wechsel von Tag- und Nachtschichten brachte. Meine Gesellschaft? 9 mehr oder weniger schlafende Leute, zwischen 61 und 94, Senildemente, plus 12 weitere Leute gleichen Alters und einem Kollegen auf der Nachbarabteilung. Der Kollege ist nett, leider spricht er kaum schwedisch und ich kein persisch. Alles in Allem könnte ich mir angenehmere Umstände für einen Freitagabend vorstellen.

Da tut es gut zu wissen, dass es auch noch Andere gibt, die, wenn sie sich vielleicht auch nicht die ganze Nacht um die Ohren schlagen müssen, so doch zumindest ansatzweise damit beschäftigen Nacht zu arbeiten.
DAAAANKE mein lieber Spion!!! *knuddel*

Die richtige Gesellschaft im Geiste ist doch immer noch besser als überhaupt gar keine und ich werde mir das Träumen nicht verbieten lassen, auch wenn ich die Augen und Ohren offen halten muss.

21
Mrz
2008

Es gibt Tage...



Es gibt Tage, da wünscht' ich, ich wär mein Hund,
und ich hätte seine keilförmige Nase, dann erschien'
mir die Umwelt vor ganz neuem Hintergrund,
und ich ordnete sie ein in ganz and're Kategorien:
Die, die aufrecht geh'n, die kriechen, die, die wohl, die übel riechen,
und den Typen, die mir stinken, könnt' ich dann
Hose oder Rock zerreißen und sie in den Hintern beißen,
was ich heut' nur in extremen Fällen kann,
denn ich kenn' meinen zahnärztlichen Befund:
es gibt Tage, da wünscht' ich, ich wär mein Hund.

Es gibt Tage, da wünscht' ich, ich wär mein Hund,
und dann kümmerte mich kein Besuch, kein Klatsch, keine Affär'n,
redete mir nicht mehr Fusseln an den Mund,
um irgendwelchen Strohköpfen irgendetwas zu erklär'n;
denn anstatt zu diskutieren, legte ich mich stumm auf ihren Schoß,
und sie kraulten mir zwangsläufig den Bauch.
Und sollt's an der Haustür schellen, würd' ich hingeh'n, würde bellen,
froh dass ich niemanden reinzulassen brauch',
und ich sagte: "Tut mir leid, aber zur Stund' ist der Boss nicht da, und ich bin nur der Hund."

(aus Reinhard Mey: Es gibt Tage, da wünscht' ich, ich wär mein Hund)
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In den schwedischen Wäldern

Worüber reden die Trolle

Herzlichen Glückwunsch!...
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Ilka (Gast) - 30. September, 21:56
Geschafft!
Ja meine Freunde, was vor 1391 Tagen hier begann, ist...
Ebri - 24. September, 11:43
Phuuuu
Da sieh einer an, die Damen und Herren der staatlichen...
Ebri - 19. September, 16:01
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Soeben festgestellt: die letzten Beiträge, die ich...
Ebri - 13. September, 09:18
Alles neu macht der Mai...
...ähh... April, natürlich! Der Troll hat einen neuen...
Ebri - 22. April, 18:15

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